Kinderbetreuung in Babenhausen: „Dialog dringend erforderlich“

3. Juni 2015

„Das gemeinsames Ziel von Kommunalpolitik und Eltern: Kinder, die liebevoll betreut werden, Kinder, die mit anderen Kindern spielen und lernen. Kleine Kinder, die behutsam in die neue Welt der Kita eingewöhnt werden, und größere Kinder, die auf dem Weg in die Selbstständigkeit Begleitung und Anregung brauchen. Eltern ist die herzliche Aufnahme ihres Kindes in die Kita wichtig. Sie wollen sich auf gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher verlassen und eine Kita ganz in ihrer Nähe finden, mit großzügigen Öffnungszeiten und erschwinglichen Kita-Gebühren.“

In einer Stellungnahme für die CDU fassen Monika Heinlein und Günther Eckert zusammen, welche Ziele eine Kommune und ihre Politik in der Kinderbetreuung verfolgen sollten. „Nur darauf sollten wir unser gemeinsames Tun und Handeln ausrichten.“ Doch in Babenhausen habe man dieses Ziel aus den Augen verloren. Der enormen Schuldenlast der Stadt werde vieles untergeordnet – „leider auch eine familienfreundliche Kommunalpolitik“.

Statt die Reaktionen und offenen Briefe der Elternvertreter der städtischen Kindertagesstätten „wirklich ernst“ zu nehmen und sie als „Chance für einen ehrlichen und offenen Dialog“ zu sehen, gebe es vom Bürgermeister nur Schuldzuweisungen an Andere, wie Bund und Land, zu hören. „Und das, obwohl der städtische Anteil an den Kosten der Kinderbetreuung von 74 Prozent in 2010 auf 60 Prozent in 2014 deutlich zurückgegangen ist.“
Als ein Fehler wertet die CDU auch die jüngste Drohung aus dem Rathaus, die zu erwartenden Gehaltserhöhungen des Kita-Personals durch weitere Erhöhung der Grundsteuer B ausgleichen zu wollen. „Damit schürt Bürgermeister Achim Knoke unnötige Diskussionen innerhalb der verschiedenen Interessengruppen in unserer Stadt und er riskiert damit einen sozialen Unfrieden.“

Vertrauen zwischen Eltern und Politik müsse dringend wieder aufgebaut werden. „Nach der unsäglichen und unnötigen weiteren Erhöhung der Kita-Gebühren muss die Stadt nun dringend den Fehlbedarf von 120 Kita-Plätzen in diesem Jahr decken. Bis heute warten wir auf ein abschließendes und finanzierbares Konzept aus der Verwaltung. Es kann nicht angehen, dass immer mehr neue Baugebiete ausgewiesen werden, die erforderliche Infrastruktur aber nicht den Erfordernissen entsprechend angepasst wird.“ Stichwort Lachewiese 1 und 2 – hier solle schnellstes dem CDU-Antrag einer Erweiterung der Kita Danziger Straße stattgegeben werden. Zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses fordern Heinlein und Eckert einen runden Tisch für einen „dringend erforderlichen Dialog zwischen den Elternvertretern der Kitas und den Mitgliedern des Sozialausschusses“ ein. Denn nur gemeinsam schaffe man, das Ziel einer familienfreundlichen Kinderbetreuung in Babenhausen in die Tat umzusetzen.

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