Bürgerbefragung: Nur wer nachfragt, gewinnt

24. Februar 2016

Aus eigenem Antrieb und auf eigene Rechnung hatte die CDU im zurückliegenden Jahr eine Bürgerbefragung gestartet. In der gesamten Kernstadt, aufgeteilt auf fünf Gebiete, wurden insgesamt 300 Personen im Alter von 18 bis über siebzig Jahre befragt. Die Fragen hatten die Christdemokraten selbst entwickelt. Eine neutrale Marktforschungsfirma hatte die anonyme Befragung durchgeführt.

Welches Ziel sollte die Befragung haben? „Wir wollten wissen, wo der Schuh drückt bei den Menschen. Und wir wollten wissen: Wie denken und fühlen die Babenhäuser? Welche Themen beschäftigen sie?“ Vor allem sei es der CDU darum gegangen, Meinungen, Stimmungen und Wünsche aufzufangen. Es ist kein Geheimnis, dass die CDU bei den zurückliegenden Wahlen in der Kernstadt, ganz im Gegenteil zu den Stadtteilen, eher schwach abgeschnitten hat. „Wir wollen künftig noch bürgernäher arbeiten, um Entscheidungen im Sinne der Menschen hier in der Stadt zu treffen. Dafür sind wir eben einen ganz neuen Weg gegangen. Nur wer nachfragt, gewinnt.“  Die Ergebnisse der Befragung sollen nun für eine verbesserte Parteiarbeit genutzt werden. „Sichtbar geworden sind ganz konkrete Wünsche der Bürger. Und genau hier wollen wir ansetzen.“ Die CDU hat auf Grundlage der Ergebnisse ein umfangreiches Leitbild formuliert. Und sie hat ihr eigenes Fazit aus Bürgerumfrage gezogen: „Es muss sich etwas ändern! Fangen wir bei uns an.“ Denn von der Politik wünschten sich die Bürger laut der Umfrage eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Parteien, eine Belebung der leerstehenden Kaserne und die Einhaltung von Versprechen.

Hier gibt es im Überblick noch einmal einige ausgewählte Ergebnisse der Bürgerumfrage. Auf die Frage: „Fühlen Sie sich in Babenhausen wohl?“, antworteten 85% mit Ja.  Fast 70 Prozent sind gegen Erhöhungen bei Steuern und Abgaben, 12 Prozent sagten „Ja“. Keine Angaben machten hingegen 21 Prozent. „Babenhausen – die sportgerechte Stadt?“ 59 Prozent hatten mit „Ja“ geantwortet. Während 24 Prozent der Befragten zu dem Thema keine eindeutigen Angaben machten, votierten 17 Prozent mit „Nein“. Fast die Hälfte der 300 befragten Bürger in der Kernstadt ist der Meinung, dass die aktuelle Kinderbetreuung nicht ausreichend sei. 32 Prozent der Babenhäuser sind mit dem aktuellen Status zufrieden und 20 Prozent haben keine Meinung zu diesem Thema. 62 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Gewerbe und damit mehr Arbeitsplätze für die Stadt. Nur für 22 Prozent spielen Gewerbe und Arbeitsplätze keine Rolle, der Rest macht keine Angaben. Knapp 60 Prozent der Befragten sagen Ja zu einer Umgehung, Nein sagen 31 Prozent und k. A.: 11 Prozent. Favorit ist die Südumgehung der B26. „Was vermissen junge Menschen?“ wurde ebenfalls gefragt. Das waren die Nennungen: mehr Unterhaltungsmöglichkeiten, mehr Events, mehr Geschäfte, vor allem Lifestyle und Kleidung, Ausgehmöglichkeiten, Fastfood Ketten, lebendige Stadt, Kneipen/Restaurants, mehr für die Jugend.

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