Soziale Angelegenheiten
Die Lebensbedingungen junger und alter Menschen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Ehe und Familie als soziale Institutionen stehen unter besonderem Schutz des Staates, weshalb
junge Familien und Kinder be-sonders zu fördern sind. Allerdings hat sich das Familienbild sehr verändert. Die traditionelle Rollenverteilung in Familien hat sich dahingehend ge-wandelt, als
Frauen nach der Geburt ihrer Kinder immer weniger zu Hause bleiben und immer mehr weiter ihrem Beruf nachgehen möchten. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und steigender Preise ist dies in vielen
Familien auch eine Notwendigkeit, weil ein Einkommen allein nicht mehr zum Ernähren einer Familie ausreicht.
Alleinerziehende, „Patchworkfamilien", Familien mit Migrationshintergrund und vom Schicksal getroffene Familien prägen ebenfalls unser heutiges Gesellschaftsbild. Diesen Veränderungen muss eine
Kommune Rechnung tragen.
Das Betreuungsangebot für Kinder muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, damit es weiterhin zufriedenstellend bleibt. Aus diesem Grund hat die Stadtverordnetenversammlung mit Zustimmung
der CDU die Bereitstellung zusätzlicher Betreuungsplätze beschlossen. Bis Ende 2013 streben wir an für 35 % der Kinder von 1-3 Jahren ein Betreuungsangebot in Babenhausen schaffen.
Die im Jahr 2008 durch Initiative der CDU auf den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übergegangene Trägerschaft für die bis dahin städtischen Kindergärten wollen wir ebenfalls weiter unterstützen. Die
vom ASB vorgenommenen Veränderungen in der pädagogischen Konzeption der Kindergärten sollen in ihrer bisherigen zukunftsorientierten Art und Weise erhalten bleiben und bedürfen der Förderung der
Stadt.
Babenhausens vielfältiges Schul- und Betreuungsangebot sehen wir als Standortvorteil unserer Stadt und halten auch die weitergehende Unter-stützung der betreuenden Grundschule für richtig und
wichtig.
Gleichzeitig sind die demographischen Veränderungen des Gesellschaftsbildes zu beachten. Der schleichenden Überalterung unserer Gesellschaft müssen wir zeitnah mit Lösungen entgegentreten.
Krankenpflege und häusliche Krankenbetreuung müssen weiter intensiviert werden. Um den verkürzten Krankenhausliegezeiten gerecht zu werden, muss auch die Zusammenarbeit der Krankenhäuser und
Pflegeheime mit den Sozialstationen weiter verbessert werden, um weiterhin notwendige Unterstützung an den richtigen Stellen sicherzustellen.
Folgende Ziele wollen wir kurz- und mittelfristig erreichen:
- Die Errichtung eines Seniorenzentrums auf dem so genannten „Michelsbräugelände" (Ostring, Ecke Spessartstraße)
- Die Ansiedlung verschiedener Fachärzte in einem Ärztehaus
- Zentrum für Physiotherapie
- Fachgeschäft für Orthopädie
Auch Vereine und Verbände, die sich besonders Jugendlicher und hilfsbedürftiger Menschen annehmen, möchten wir als CDU im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten Babenhausens weiter fördern. Die Vereine leisten einen hohen gesellschaftlichen Beitrag.
Die CDU unterstützt dabei besonders das Ehrenamt, weil die meisten Vereine und Gruppen ohne ehrenamtlich Tätige (z. Bsp. Trainer, Betreuer) nicht existieren können.
Aufgrund der demographischen Entwicklung muss die Seniorenarbeit in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Ebenso Kurse für Präventivmaßnahmen (z. Bsp. Wirbelsäulengymnastik) Die Vereinsrichtlinien sehen vor, dass - trotz der schwierigen finanziellen Lage - Kinder und Jugendliche weiter gefördert
werden.
Vorstellungen der CDU Babenhausen
- familienfreundliche und kindgerechte Wohnumwelt
- Mehrgenerationenwohnen
- Verkehrsberuhigung von Wohnbezirken
- Förderung der Verkehrserziehung der Kinder, ständige Überprüfung und Verbesserung der Schulwege und Spielplätze
- Jugendförderung: jährliche Konzeptentwicklung angepasst an die gesellschaftlichen Veränderungen - langfristig soll hierfür ein pädagogisches Konzept entwickelt werden
- Vereine, die Kinder aus Hartz-IV-Familien beitragsfrei aufnehmen, sollen hierfür ebenfalls Vereinsförderung erhalten - die CDU setzt sich für eine entsprechende Satzungsänderung ein