„Gemeinsam die Ärmel hochkrempeln für ein sozialeres Babenhausen“
Der CDU-Antrag auf die Einführung von Elternlotsen in Babenhausen war im Mai vom Stadtparlament einstimmig beschlossen worden. Vergangenen Freitag gab es nun das erste Arbeitskreistreffen mit Mitgliedern des Sozialausschusses und der Verwaltung. Vertreter von CDU, GRÜNEN und SPD waren zusammengekommen, um parteiübergreifend zunächst Grundsätzliches zum Lotsen-Projekt zu klären.
Erfreut über den Verlauf des ersten Treffens ist Monika Heinlein, CDU-Fraktionsmitglied und Mitglied im Sozialausschuss. Heinlein hatte den Lotsen-Antrag für die Christdemokraten gestellt und das interfraktionelle Projekt damit in Bewegung gesetzt.
„Es war ein sehr konstruktives Treffen. Dass in vielen sozialen Bereichen etwas getan werden muss, darüber waren wir uns alle einig“. Es habe sich gezeigt, dass insbesondere die fehlenden Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche eine soziale Lücke ausmachen. Auch die Angebote für Senioren müssten ausgebaut werden. „In vielen Bereichen brennt es, da müssen wir noch viel bewegen“, sagt Heinlein. Andererseits gibt die Christdemokratin zu bedenken, dass bereits „viel Gutes“ auf den Weg gebracht wurde. Hier mangele es augenscheinlich an breiter Information - „die Leute wissen oft gar nicht von dieser und jener Einrichtung, obwohl die Anlaufstelle quasi um die Ecke liegt.“ Nach Kenntnis von Heinlein wüssten etwa viele Bürger nicht von der Existenz des Beratungsladens in der Bürgermeister-Rühl-Straße. „Hier müssen die Menschen zweifellos besser informiert werden“, meint Heinlein. Die ehrenamtlichen Lotsen, die bald in Babenhausen ausgebildet werden sollen, können hier künftig den Weg weisen.
Das Lotsenprojekt soll nun zügig umgesetzt werden. Die CDU im Kreis Darmstadt-Dieburg mit Manfred Pentz an der Spitze sowie auch der Staatssekretär für Integration, Rudolf Kriszeleit von der FDP, hatten frühzeitig ihre Unterstützung für das Babenhäuser Projekt angeboten. Beide werden nun von Stadtverwaltung eingeladen. Mitte August soll es eine Auftaktveranstaltung geben, von beiden Politikern begleitet. Für die Babenhäuser Politiker, die dem Arbeitskreis angehören, gibt es bis dahin viel zu tun. „Wenn eines bei diesem Treffen klar wurde, dann, dass Handlungsbedarf besteht. Alle Beteiligten haben dies erkannt und jetzt haben wir endlich miteinander darüber gesprochen. Und das ist schon ein erster großer Erfolg. Wir werden gemeinsam die Ärmel hochkrempeln für ein sozialeres Babenhausen“, verspricht Heinlein, die den noch folgenden interfraktionellen Treffen mit Freude und Spannung entgegensieht.
20.06.2012